Von der Rolle auf die Rute

Vom Hochsee-Fischen bis zum Schnur ins Wasser dippen an einem kleinen Flüsschen kann fast alles, was mit Haken und Nass in potentieller Nähe von Fischen zu tun hat, angeln genannt werden. Zumindest unter Laien; Fachleute sehen das natürlich etwas anders. Unter Angeln wird im Allgemeinen das Fangen von Fischen mit einer Handangel verstanden. Eine einfache Angel besteht aus einer Angelschnur und einem Haken, an dem gegebenenfalls ein Köder hängt. Meist findet sich all das jedoch an einer Angel-Rute mit einer Angelrolle zum Aufrollen der Schnur und einem sog. Vorfach. Als Verbindung zwischen Hauptschnur und Vorfach werden üblicherweise bzw. meistens Wirbel eingesetzt.

Weltweit wird aus völlig unterschiedlichen Gründen geangelt. In manchen Regionen zählt das Angeln einfach zum Freizeit-Vergnügen. Jeder Fang ist einfach nur ein Grund zur Freude und zum möglichen Größenvergleich mit anderen Anglern. In anderen Gegenden ist es überlebenswichtig, so viele Fische wie möglich zu fangen, um die Familie zu ernähren. Ebenso unterschiedlich wie die Veranlassungen sind die Arten und Weisen, um Fische zu fangen. Bekannte Angel-Methoden sind zum Beispiel das Brandungsfischen, Feederfischen, Fliegenfischen, Hegenefischen, Meeresfischen, Nachtangeln, Hochseeangeln, Schleppfischen, Spinnfischen, Stippfischen, Matchangeln und natürlich das Eisangeln.

Da Fische überwiegend unter Futterneid leiden, zumindest aber in den meisten Fällen zwischen tatsächlichem Futter und einem Haken oder einem Köder an einem Haken nicht unterscheiden können, ist es relativ einfach, sie mit Ködern und eben teilweise mit nackten Haken zu täuschen. Sobald derartiges für den Fisch sichtbar ist, schnappt er zu, verfängt sich an der Angel und kann mühelos aus dem Wasser gezogen werden. Doch so spaßig das Ganze auch sein kann, sollte es dennoch nie nur zum Spaß betrieben werden.

Seinen tollen Fang kann man dann stolz in seinem Fotoalbum präsentieren. Die Freunde und Familie wirds hoffentlich freuen.